Reparatur eines defekten Potentiometers

“Of all tyrannies, a tyranny sincerely exercised for the good of its victims may be the most oppressive. It would be better to live under robber barons than under omnipotent moral busybodies.” C.S. Lewis

Nachdem ich die mechanischen Probleme meines Akai GX-75 gelöst hatte, kam ich gleich beim ersten Abgleichpunkt nicht weiter. Ein am Eingang eingespeistes Signal kam auf einem Kanal nur bis zum Potentiometer für den Aufnahmepegel. Ich habe es ausgelötet und ausgemessen, dabei war ein keinem der vorderen Anschlüsse ein Durchgang meßbar. Es läßt sich leicht zerlegen, in dem man hinten die Feder löst und die 8 kleinen Haken aufbiegt. Jetzt zeigte sich, daß es sich um einen Transportschaden handelt. Durch einen Schlag war das Poti gegenüber der Platine verbogen worden, obwohl es fest mit dem Chassis verschraubt ist. Hinten war das Pertinax gebrochen, die Biegung hatte die vorne sitzende Widerstandsbahn und ihre Zuleitungen intakt gelassen. Vorne sitzt das Pertinax aber genau anders herum und beide Zuleitungen zur Widerstandsbahn waren gerissen.

Wegen der koaxialen Anordnung der Achsen kann man nicht einfach ein neues Standardmodell einbauen und mit Litze verdrahten, es fehlt einem sonst die Möglichkeit der Balanceeinstellung. Löten geht natürlich auch nicht. Ich habe dann erst bei Pertinaxplättchen mit Sekundenkleber verklebt. Mit Silberleitlack kann man dann wieder eine leitfähige Verbindung herstellen. Der “Lack” ist sehr dünnflüssig und muß mit einem kleinen Ausbesserungspinsel vorsichtig aufgetupft werden. Nach Trocknen und Säubern baut man das Potentiometer wieder zusammen- funktioniert!

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